ZUKÜNFTIGES

26.10.18

Opium/Afioun

Opium/Afioun

Opium/Afioun
Harake Dance Company & Friends
Tanz & Konzert | Uraufführung
26.- 28. Oktober 2018 | 19:00
Tickets

Ein schillernder Zyklus ekstatischer Erscheinungen an einem Ort ohne Menschlichkeit, Liebe und Glück.
Endgültiger als Gebäude, zerstört ein Krieg wie in Syrien die Seele. Oberflächlich scheint sie heil, aber innerlich ist sie tief verletzt, allem Menschlichen entfremdet und abhängig von Erinnerungen und Gefühlen, wie Drogenabhängige von Opium auf der Suche nach Erleichterung. Opium/Afioun nimmt den Kampf mit diesen inneren Dämonen auf. In ihr Schattenreich begeben wir uns wie in eine fremde Stadt, einen entmenschlichten Ort, an dem sich geisterhafte Erscheinungen von Wut, Hass, Hysterie, Verdrängung oder Taubheit in einem wilden Reigen entladen. Und wir suchen diesen Ort, um die Monster ein für alle Mal zu besiegen.

Drei Oriental Fusion Konzerte ergänzen die Vorstellung und stellen neue Tendenzen im musikalischen Dialog zwischen West und Ost vor.

“We were dancers long before the war and we will be dancers long after.” unter diesem Motto gründete Mohammed Diban Harake Dance Company im Mai 2017 in Berlin als Pool professioneller Tänzer*innen, Komponist*innen und Künstler*innen aus Syrien und anderen Ländern. Seitdem verbinden sie östliche und westliche Elemente in Tanzstücken von bleibender Wirkung. Die Bewegung (arabisch: Harake) ist dabei nicht zufällig, sondern setzt Bedeutungen, so wie es ein Akzent (ebenfalls Harake) in der arabischen Schrift tut, ohne den die Wörter nicht richtig gelesen und verstanden werden können. Dieses Streben, durch Bewegung etwas Reales und Wahrhaftiges, eine Botschaft zu erfassen und zu übermitteln erkennt Mohammed Diban in jedem Körper. Nach Hadra Hura ist Opium/Afioun das zweite Stück einer Reihe von Choreographien, in denen Harake Dance Company menschliche Verfassungen im Kontext ihres aktuellen sozialen und kulturellen Umfelds untersucht.
www.harakedancecompany.com

Dauer: Tanzperformance ca. 50 Minuten, Oriental Fusion Konzert ca. 70 Minuten
Pause: 30 min

Choreographie : Mohammed Diban | Live Musik: Milad Joseph Khawam | Kostüm : Tarek Ramadan | Video : white flux productions | Technische Leitung Tilman Agueras | Produktion : shibak sharqi gGmbH – Cornelia Winkler, Christine Schmidt, Harake Dance Company – Mohammed Diban

Mit freundlicher Unterstützung von Tanzraum Wedding GbR, Theaterhaus Mitte/Förderband e.V. und Theater im Delphi.

06.11.18

:lounge – Claudio Monteverdi!

:lounge – Claudio Monteverdi!

:lounge – Claudio Monteverdi!
lautten compagney BERLIN
Konzert
6. November 2018 | 19:30
Tickets

Arrangements, Improvisationen, Electronics. Monteverdi, der wichtigste italienische Musiker des 17. Jahrhunderts, der göttliche Claudio! Die lautten compagney spielt seine Musik in historischen und modernen Sounds und lässt die Grenzen der Zeit im Klang zerfließen.

Die lautten compagney BERLIN ist eines der renommiertesten und kreativsten deutschen Barockensembles. Seit drei Jahrzehnten faszinieren die Konzerte unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Katschner ihre Zuhörer. Claudio Monteverdi! ist Teil ihrer :lounge-Reihe (ehemals: BarockLounge), die sich mit jedem Konzert eine*r Komponist*in, einer Stilrichtung oder einem Instrument widmet. www.lauttencompagney.de

09.11.18

Lichtblitz

Lichtblitz

Lichtblitz
4RUDE
Theater-Butoh-Performance | Uraufführung
9. & 10. November 2018 | 20:00
Tickets

Der Wahnsinn des Krieges, ausgedrückt mit den Mitteln des Butoh.

»Lichtblitz« nähert sich der Grausamkeit und absurden Realität des Kriegs an. Dialoge finden nicht statt, der Wahnsinn des Krieges wird mittels Butoh und dem Spiel von Licht und Dunkelheit in körperlichen Ausdruck und physische Bilder übersetzt. Zwischen Schlachtfeld und Alltag der Zivilbevölkerung: Ein Soldat trotz dem Tod. Er überlebt die Schrecken des Krieges, die ihm noch schlimmer als das Sterben selbst vorkommen und wird inmitten der Dunkelheit Zeuge einer göttlichen Erscheinung. Währenddessen verliert eine fromme Mutter fernab des Schlachtfelds urplötzlich ihr Leben. Ein Hund, bereits ein Bein verloren, irrt auf dem Schutt umher und beißt in ein Stück verbranntes Fleisch. An der Grenze des Körperlichen wird die Absurdität von Leben und Sterben untersucht.

Die Kompanie 4RUDE wurde 2005 von Hikaru Inagawa und Maco gegründet und ist seither weltweit mit ihren Produktionen unterwegs. 4RUDE sucht nach einer idealen Form des Ausdrucks und erfindet ein Schauspiel ohne Worte. Aus Elementen des Theaters und des Butoh entstehen individuelle Stücke aus Körperbewegungen, die innersten Erfahrungen entspringen. Diese Arbeitsweise und Vision entwickelt sie seit Jahren weiter, suchen den Weg in die Tiefe, und erschaffen so eine einzigartige Bühnensprache. Arbeitsmittelpunkt der Kompanie ist Berlin. www.4rude.com

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Dauer: 60 min.

Künstlerische Leitung: Hikaru Inagawa | Konzept, Choreografie, Performance: Maco, Hikaru Inagawa | Mit: Adina Mohr, Carmen Palomba | Produktion: Theater-Butoh company 4RUDE

15.11.18

Moby_D. Ein deutscher Wal

Moby_D. Ein deutscher Wal

Moby_D. Ein deutscher Wal
mehrblick&ton (Therese Schmid und Wolfgang Heiniger)
Intermediales Musiktheater | Berliner Premiere
15. & 16. November 2018 | 20:00
Tickets

Ein Hör- und Sehstück mit Seemannsliedern, Katastrophenklängen und Lautsprecherorchester frei nach »Moby Dick«.

Die apokalyptische Waljagd ist vorüber. Zurück bleibt die tragikomische Figur des überlebenden Ishmael, ein wütender weißer Mann, dessen Wale erlegt und dessen Schlachten geschlagen sind. Ihm gegenüber steht Quiqueeq als blockflötender Kannibale, der der Geschwätzigkeit Ishmaels und des Lautsprecherorchesters seine Suche nach dem Klang entgegensetzt.

So wie Ishmael durch seine Erinnerungen, so schlittern Musik und Performance durch die unterschiedlichsten Stile und Genres und finden sich irgendwo zwischen Seemannsliedern, Elektro und Avantgarde, Textfragmenten von RAF-Kassibern, Umdichtungen von Heiner-Müller-Texten und Romanpassagen Melvilles. Und so rauscht und dröhnt es auch in Ishmaels mit Geschichte, Wut, Trauer, Klugscheißerei, Fernsehern, Walen, Radios und Badewannen verstopftem Leben.

In deutscher Sprache

Dauer: ca. 80 min.

Trailer

Konzept, Text, Komposition: Wolfgang Heiniger (mehrblick&ton) | Konzept, Regie: Therese Schmidt (mehrblick&ton) | Schauspiel/Performance: Tom Quaas | Blockflöten: Jeremias Schwarzer | Klangregie: Gary Berger | Bühne, Kostüm, Licht: Juan Leon | Produktionsleitung: Helena Tsiflidis (fonundtsu*)

Koproduktion mit Gare du Nord, Bahnhof für Neue Musik, Basel
Gefördert durch Pro Helvetia-Schweizer Kulturstiftung, Fachausschuss Musik BS/BL

20.11.18

Das Märchen von der Prinzessin

Das Märchen von der Prinzessin

Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchenbuch vorkommen wollte
MORPHtheater
Musiktheater
20. & 21. November 2018 | 10 Uhr
Tickets: kontakt@morphtheater.de

Musiktheater für junge Zuschauer*innen ab 5 Jahren frei nach dem Buch von Susanne Straßer

Die kleine Prinzessin in ihrem klitzekleinen Königreich ist unzufrieden. Denn ihr Märchenbuch ist dick und schwer, und doch kommt sie darin nicht vor. Das muss geändert werden! Nur wie? Indem sie versucht, es den großen Märchenhelden der Brüder Grimm gleichzutun! Und so werden Frösche im Akkord geküsst, die Haare vom Turm gehängt, goldene Schuhe verloren und ein hundertjähriger Schlaf eingelegt…

Die Inszenierung verwandelt das bekannte Bilderbuch in Musiktheater für junge Zuschauer, die aktiv das Musikmachen mitgestalten können. www.morphtheater.de

In deutscher Sprache

Musik und Musikalische Leitung: Tobias Unterberg Textfassung und Regie: Kai Schubert | Ausstattung: Frauke Menziger | Mit: Birgit Blasche, Jelena Fräntzel, Tobias Unterberg (Cello)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts und der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin. Eine Produktion des MORPHTHEATER in Kooperation mit dem Schlossplatztheater Köpenick.

21.11.18

KALININGRADER QUEST

KALININGRADER QUEST

KALININGRADER QUEST
Kino-Film, D, 90 Minuten |
Preview der Rohfassung mit Live-Musik und -Synchronisierung
21. November 2018 | 19:00
Tickets

„Was wir uns vorstellen ist schon auf dem Weg zur Wirklichkeit.“ – Das Mädchen Conduireamour wird Zeugin einer Gralssuche im 21. Jahrhundert.

Das Computer-Game PARZIVAL wird in Kaliningrad zu einer irren Reise durch Parallelwelten, die den Spieler nicht nur in der digitalen Realität herausfordert. Die Konfrontation mit den existentiellen menschlichen Fragen zwingt ihn kreuz und quer durch die Epochen. Kaliningrad als virtuelle Transitzone: Das Gespenst der Stadt Königsberg führt die dokumentarisch gedrehten Protagonisten zum Dialog zwischen Ost und West, zwischen der Gegenwart russischer Realität und den unsichtbaren Denker*innen und Held*innen, die im alten Königsberg europäische Geistesgeschichte schrieben. Ein Philosoph, ein Kranführer, ein Architekt, ein Schriftsteller, ein Stadtführer – in der sowjetischen Betonruine auf dem ehemaligen Schlossberg kommt es zum Showdown, bei dem das Herz Europas von unerwarteter Seite wieder beatmet wird.

Das Delphi-Publikum wird in die Dynamik der Filmentwicklung direkt eingebunden und bekommt etwas zu sehen, was nur ein einziges Mal in dieser Form erlebt werden kann: Der Kaliningrader Komponist John Schigol wird die Filmmusik live einspielen, während eine Schauspielerin die deutsche Sprach-Fassung einspricht.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Christine Lemke-Matwey (DIE ZEIT), Martin Hoffmann (Deutsch-Russisches Forum) sowie mit der Kaliningrader Journalistin und TV-Moderatorin Svetlana Kolbaneva und der Autorin, Regisseurin und Produzentin des Films Irina Roerig statt.

Stimmen zu anderen Arbeiten der Regisseurin:
Was für ein wunderbarer Film!“ (Iris Berben)
Der erste Hund, den Du streichelst… – Ein großartiger Film“ (Süddeutsche Zeitung)
“Ich gratuliere herzlich zu diesem Film – zeigt er doch, dass es im allgemeinen Wahnsinn doch noch so etwas wie Augen- und Ohrenöffnendes geben kann.“ (Manfred Behrens, WDR)
Wunderbar, dass in diesen Zeiten ein anderer Blick auf Russland möglich wird.“ (Knut Elstermann, RBB)

Mit: Wladimir Gilmanov (Germanistikprofessor), Arthur Sarnitz (Architekt), Alexander Popadin (Schriftsteller), John Schigol (Komponist und Technostar), Alexander Korobeinnikov (Kranführer) und Schauspielern des Drama Theaters Kaliningrad: Sergej Borisov, Liubov Orlova, Elena Nosireva, Anton Sacharov , Maxim Pazerin, Anton Kontuschev, Oleg Jakovenko u.v.a. | Musik: John Schigol, Franz Xaver Gebel, Richard Wagner | Buch & Regie: Irina Roerig | Kamera: Axel Brandt, Evgenij Kaligin, Ton Sergej Korobeinnikov | Kostümentwurf: Kostümkombinat Berlin | Kostümherstellung: CLAUDIA SKODA, Dana Mikelson, Lili Mendelsohn | Produktion: DERBLAUEVOGEL.BERLIN – FILM D 2018

29.11.18

REDЯUM

REDЯUM

REDЯUM
gamut inc
Musiktheater | Uraufführung
29. November – 1. Dezember 2018 | 20:00
Tickets: 12 / 8€

Eine unheimliche Meditation über das Gewicht der Geschichte auf die Gegenwart – mit Referenzen zu August Strindbergs sozial-kritischem Roman »Das Rote Zimmer« und anderen.

»Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.« soll Mark Twain gesagt haben.
Zurzeit haben diese Reime einen harten Klang und erinnern daran, dass Zivilisation auf einem Untergrund von Gewalt gebaut ist. Sie ist nur eine dünne Schicht von Normalität, unter der diese Gewalt verdeckt ist und sich immer wieder Bahn bricht. In REDRUM entwickelt das Ensemble gamut inc gemeinsam mit der US-amerikanischen Librettistin Leslie Dunton-Downer ein Musiktheater, das sich vielschichtig mit der Brüchigkeit scheinbar verlässlicher gesellschaftlicher Übereinkünfte beschäftigt. In verschiedenen Räumen des Theaters werden die Zuschauer*innen in ein Panoptikum von Bildreferenzen verwickelt, in denen verschiedene Zeitebenen und Realitäten zu einem poetischen Resonanzraum verdichtet werden. Tiefe elektronische Klänge aus dem Untergrund, fragile harmonische Strukturen des Cello-Quartetts »The Octopus« und labile rhythmische Figuren von Schlagwerk, Saiteninstrumenten, E-Gitarre und Posaune spinnen zusammen mit den performativen Sequenzen einen Irrgarten des Unheimlichen. Forever and ever and ever

www.gamutinc.org

In englischer und deutscher Sprache.

Pressestimmen zu gamut inc:
»Brillant und beängstigend: Wörle und Sledziecki haben [mit “One More Pioneer”] nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um das digitale Theater abgeliefert, sondern auch gezeigt, wie intelligentes, dichtes, intensives Musiktheater heute funktionieren kann.« (Michael S. Zerban / Opernnetz)

»Zukunftsmusik: Spannend und witzig gelingt den Machern ein digitales Musiktheater als Summe aus Hörspiel, Musik, visueller Kunst, Video und Theater. […] Gäbe es das Stück nicht, […] wären die Zuschauer [] Zeuge eines wirklich außergewöhnlichen Konzerts. Weil aber auch das Stück einem solchen Konzert gerecht wird, ist man am Ende von einer wunderbaren Datenflut überwältigt.«
(Dirk Wagner / Süddeutsche Zeitung)

Trailer This Is Not A Swansong
Trailer One More Pioneer
Trailer Ghost Tape XI

Konzept, Komposition und künstlerische Leitung: gamut inc (Marion Wörle und Maciej Sledziecki) | Libretto: Leslie Dunton-Downer | Performance: Cian McConn, Maike Schmidt | beratende Regie: Thomas Fiedler | Gitarre: Maciej Sledziecki | Elektronik: Marion Wörle | Perkussion, Saiten und Glühlampen: Michael Vorfeld | Posaune: Hilary Jeffrey | The Octopus Cello Quartett: Nathan Bontrager, Elisabeth Coudoux, Nora Krahl, Hugues Vincent | Klangregie : Robert Nacken | Bühne: gamut inc | Kostüme: Cian McConn | Technische Leitung: Florian Mönks | Licht: Reinhard Hubert | Presse: Sarah Rosenau | Produktion: satelita Musikverlag

Ein Projekt von gamut inc, gefördert durch die Einzelprojektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, den Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Kulturamt Pankow von Berlin