timeless 10 — Corvo Festival

10 Jahre Corvo Records Berlin

timeless 10 — Corvo Festival

10 Jahre Corvo Records Berlin

Mit dem timeless 10 — Festival feiert das Berliner Klangkunstlabel Corvo Records zehnjähriges Bestehen. Programmatische Schwerpunkte sind Stimmforschung, grafische Notation und Re-Interpretation des Label-Katalogs.

FESTIVAL TAG 2 — 13.9.2020

19:15
It's not a hit, it's a demand
Gilles Aubry
Live performance (electronics, field recordings)

20:00
dieb13 Corvo Remix (UA)
Turntables Performance

21:30
Elena Kakaliagou/Ingrid Schmoliner
Horn, Stimme, präpariertes Klavier
Konzert

Der Klangkünstler Gilles Aubry präsentiert seine Videoarbeit Stonesound, die gemeinsam mit dem marokkanischen Künstler Abdeljalil Saouli produziert wurde. In seiner, für das Festival realisierten Live-Performance reagiert Aubry auf die im Video hervorgerufenen Klangkonzepte und überträgt sie in das Feld des abstrakten elektronischen Klangs. Aubrys Recherchearbeit führte ihn viele Male in den Norden des afrikanischen Kontinents, wo er Soundchecks lokaler Musiker, seismische Erschütterungen und, von der Saharasonne zerschmolzene Schallplatten als Klangmaterial findet.

Der Wiener Turntablist dieb13 (Dieter Kovacic) erhält vom Festival den Auftrag, aus dem gesamten Labelkatalog auf Vinyl und dem Labelarchiv eine elektroakustische Komposition anzufertigen. Durch die stilistische Bandbreite und Instrumentierung des Katalogs (Präpariertes Klavier, Klangpoesie, Field Recordings, Synthesizer, mikrotonale Tuba, Feedback, Klingeltöne...) entsteht ein vielschichtiges Werk, welches inhaltlich und formal mit dem Hauptmedium auf Corvo Records, dem Vinyl arbeitet.

Das darauf folgende Konzert des Duos Elena Kakaliagou/Ingrid Schmoliner mit der außergewöhnlichen Besetzung Horn und präpariertes Klavier sowie Gesang interpretiert griechische und österreichische Volkslieder neu und versetzt sie vom traditionellen in einen zeitgenössischen Kontext. Wie Migration Kulturen vermischen, hinterfragen die beiden Musiker_Innen Zugehörigkeit, ohne Tradition und Heimat zu leugnen. Sie setzen spirituelle Gemeinsamkeiten an Stelle von konstruierten nationalen Identitäten.

Neue Musik