Russische Weiten

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB)

Ehrliche Spiegel

Es war Schostakowitschs Sache nicht, flammende Reden gegen Windmühlenflügel zu halten, sondern er argumentierte subtil und genau mit den Mitteln der Musik, dabei oft schärfer und deutlicher als mancher Meister des Wortschwalls. Wer hören wollte, verstand. Wer nicht hören will, versteht nicht. Bis heute. Wir schreiben das Jahr 1967: 50 Jahre Große Sozialistische Oktoberrevolution. Was für ein Desaster. Das ist die Botschaft der Sieben Romanzen nach Alexander Blok, komponiert von Dmitri Schostakowitsch. Ophelia klagt über den gewaltsamen, sinnlosen Tod ihres Geliebten, bleierne Aussichtslosigkeit und trübe Monotonie lähmen die moderne Stadt und noch im Schlussakkord verweigert die Musik den Trost. Gibt es einen Weg heraus?

„Ja! Wir spielen das TschaikowskyTrio! Das gehört doch zu den 1000 Dingen, die man in seinem Leben unbedingt gemacht haben sollte! Wir freuen uns darauf.“ (Maria Pflüger)

Programm

Dmitri Schostakowitsch Sieben Romanzen für Sopran, Violine, Violoncello und Klavier nach Worten von Alexander Blok op. 127

Pjotr Tschaikowsky Trio für Klavier, Violine und Violoncello a-Moll op. 50

Kammermusik

Donnerstag

28. Jan | 19:30 Uhr

Tickets
Eintrittspreis: 20 €

Sopran: Melinda Parsons
Violine: Maria Pflüger
Violoncello: Jörg Breuninger
Klavier: Philip Mayers