Abgesagt: AMA - Perlentaucherin

Yoriko Maeno

Lyrisch-politisches Tanztheater über die 3.000 Jahre alte japanische Kunst des Apnoe-Muscheltauchens mit Live-Musik von Klangsteinen, Synthesizern, Geige und Koto.

AMA ist die japanische Bezeichnung für Apnoe- Muscheltaucher*innen, welche die 3.000 Jahre alte Kunst der Muschelernte in Japan beherrschen. Sie vereinen in ihrer Arbeit Tradition und Moderne - regionale Identität und Globalisierung – Küstenschutz und Naturschutz. Das euro-asiatische Performer*innen-Team der neuen Choreographie von Yoriko Maeno erschafft einen lyrischen Ausblick mit drängender Intensität auf sich anschließende politische und ökologische Fragen, die auch Europa betreffen. Der Tanz bringt das Element Wasser und die Lebensfreude der AMA auf die Bühne. Die aus der inneren Wahrnehmung entstehende Bewegung ist ein Fluss aus Einatmen und Ausatmen, aus Tauchen nach unten und nach oben, innen und außen. Geprägt ist der körperliche Ausdruck vom japanischen Butoh und Contemporary Dance, zusätzlich werden Filmprojektionen Teil der Choreografie. Das Bühnenbild ist nach der für die europäische Theaterwelt ungewohnten ästhetischen Philosophie des Wabi-Sabi klar strukturiert. Wabi-Sabi umfasst drei einfache Wahrheiten: nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt. Die Musik kommt live von Klangsteinen, Synthesizern, Geige und Koto. Jedes Instrument bringt seine Klangfarbe aus einer anderen Musikkultur mit, wodurch ein völlig neuer Klang entsteht.

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Yoriko Maeno ist Tänzerin und Choreographin für Contemporary Dance.
Sie studierte an der Ochanomizu Universität in Tokyo Tanz und Tanzerziehung.
2019 absolvierte sie erfolgreich den Zertifikatskurs für Choreographie und Tanzpädagogik am Career College der UDK Berlin.
Als Tänzerin arbeitet sie in verschiedenen Produktionen u.a. im Neuen Nationaltheater Tokyo, Tokyo Disney Resort und Wintergarten Berlin. In ihren Soloproduktionen konnte sie ihren eigenen Tanzstil herausarbeiten. Sie orientiert sich an der europäischen Moderne und dem japanischen Butoh.
Als Choreographin arbeitet sie seit 2008 in der freien Tanzszene. Seitdem hat sie zehn abendfüllende Tanzstücke choreographiert. Davon seit 2014 drei in Berlin ihrer neuen Wahlheimat. Im Sommer 2018 erhielt Yoriko Maeno für ihre Produktion „Lullaby-Komoriuta“ den Publikumspreis für das beste Stück am Tokyo-Babylon-Tanzfestival.

Tanztheater