Die Grauzone der Toleranz

Tanzsolo und Videokunst

Stephan Ehrlich | Ziyad Hawwas

Die Grauzone der Toleranz

Tanzsolo und Videokunst

Stephan Ehrlich | Ziyad Hawwas

Wie tolerant ist die schwule Community? Schwule Männer erwarten Toleranz von ihren Mitmenschen im Allgemeinen und noch mehr von ihrem schwulen Umfeld. Bei genauerem Hinschauen wird aber klar, dass es durchaus Intoleranz auch innerhalb der Minderheit gibt. Das interdisziplinäre Künstlerduo Ehrlich / Hawwas versucht ohne erhobenen Zeigefinger die Gründe dahinter zu verstehen. In einer spannungsvollen Interaktion zwischen Choreografie und Videokunst untersuchen sie die Grauzonen des Toleranzspektrums und fragen, ob nicht gerade die sogenannten Außenseiter besonders tolerant sein müssten. Dabei tauchen Ehrlich / Hawwas auch aus einem persönlichen Blickwinkel mit eigenen Erfahrungen in diverse Gefühlswelten ein. Warum verfechten wir eigentlich Toleranz und glauben uns oft auf der richtigen Seite, wenn wir uns bei Entscheidungen doch oft zu anderem verleiten lassen?

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Stephan Ehrlich
Stephan Ehrlich begann seine Laufahn am Semperoper Ballett in Dresden. Danach tanzte er in Compagnien in ganz Europa, u.a. im Finnish Natonal Ballet, in der Companhia Portuguesa de Bailado Contemporâneo und im Bern Ballett. 2011 war Stephan Finalist beim Internatonalen Sergei-Diaghilev-Choreografenwettbewerb in Łódź. Seit seinem Choreografiestudium an der HfS »Ernst Busch« in Berlin verwirklicht er als freier Choreograf eigene Stücke und Projekte, u.a. 2016 das Performance-Festval »Swimmingpool«. Stephan ist Gründer und Künstlerischer Leiter von Images-Neue Choreografien. Seine Arbeit kreist um den Reichtum und die Differenziertheit der körperlichen Ästhetik. Fundamental ist für Ihn die Beschäftigung mit Zeitregie.

Ziyad Hawwas
Der 1983 in Ägypten geborene Ziyad Hawwas hat einen Bachelor-Abschluss in Editing vom Higher Institute of Cinema, der Akademie der Künste in Kairo. Seit seinem Abschluss hat er an mehreren ägyptischen Filmproduktionen mitgearbeitet. Parallel dazu schnitt Ziyad Kurzfilme, Dokumentarfilme und Werbefilme zwischen Ägypten und dem Libanon. Während der ägyptischen Revolution 2011 war Ziyad ein Gründungsmitglied des unabhängigen Medienkollektivs Mosireen. 2016 zog er nach Berlin, wo er seinen ersten Video-Essay "Raw / Everything Interests Me But Nothing Holds Me" präsentierte. Seit 2020 ist er Mitglied des Kollektivs HUJ:C.

Gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur

 

 

Tanz
Uraufführung

Donnerstag

13. Okt | 20:00 Uhr

Tickets

Freitag

14. Okt | 20:00 Uhr

Tickets
Eintrittspreis: 10 € - 15 €
Dauer: ca. 45 Min | Keine Pause

Choreografie: Stephan Ehrlich
Videokunst: Ziyad Hawwas

Gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur