clair-obscur trifft…Ina Kancheva

clair-obscur trifft…Ina Kancheva

Das Saxophonquartett clair-obscur trifft die Sopranistin Ina Kancheva. In erweiterter Besetzung mit dem Klavier öffnet sich eine zwielichtige Klangbühne für die abgründigen gesanglich-schauspielerischen Interpretationen Ina Kanchevas.
Zur Aufführung kommen u.a. Kurt Weill: Marie Galante und weitere seiner Songs, Bohuslav Martinus „Three Songs for the Red Seven Cabaret“, Arnold Schönbergs „Brettl-Lieder“, Benjamin Britten's „Cabaret Songs“ und einige Songs von Moisés Simons.

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Ina Kancheva wurde in Sofia geboren und widmete sich seit ihrem sechsten Lebensjahr der Kunst. Als Solistin tourte sie bereits mit dem berühmten Kinderchor des bulgarischen Nationalradios um die Welt. Sie absolvierte die High School für Theater und Bildende Kunst. Seit ihrem 19. Lebensjahr studierte sie Operngesang an der Staatlichen Musikakademie in Sofia.
Ina Kancheva war Mitglied im Ensemble der Staatsoper Hannover und Staatsoper Stuttgart.
Sie folgte darüber hinaus Einladungen von Opernhäusern wie dem Royal Opera House, Covent Garden, der Mailänder Scala, der Royal Danish Opera (Kopenhagen) und dem Palau de les Arts Reina Sofia (Valencia). Ina Kancheva gastiert regelmäßig auf internationalen Musikfestivals wie beim Festival de musique Baroque d´Ambronay (Frankreich), dem Rossini Opera Festival (Italien) und dem Prague Spring International Music Festival (Tschechische Republik).
Sie arbeitet mit renommierten Orchestern und Dirigent*innen wie Sir Neville Marriner, Vasily Petrenko, Vladimir Jurowski, Cornelius Meister, Enrique Mazzola, Manfred Honeck, Alberto Zedda, Gianluigi Gelmetti, Jiri Belohlavek, Julia Jones und René Jacobs zusammen.
Im Rahmen einer Deutschlandfunk-Kultur-Produktion hat Ina Kancheva in der unbekannten Kammeroper „Madame Landru“ von Roberto Hazon die Partie der Madame Landru übernommen und eine künstlerische Beziehung zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) begonnen.

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Das Saxophonquartett clair-obscur gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Quartetten seiner Art, Auftritte in der Carnegie Hall, der Philharmonie Berlin, beim Luzern Festival und Schleswig-Holstein Musikfestival sprechen eine deutliche Sprache. Die individuelle Qualität seiner Mitglieder, die regelmäßig die Saxophongruppe der Berliner Philharmoniker bilden und als Dozenten an diversen Musikhochschulen unterrichten, wird im Zusammenspiel noch gesteigert.

Clair-obscur wurden als erstes Saxophonquartett zum Kammermusik-Examen an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zugelassen, wo sie von Prof. Friedemann Weigle (Artemis Quartett) unterrichtet wurden. Weigle gab den vier Musikern Mut zur Eigenständigkeit und die „Fähigkeit zum Rock’n’Roll“ (womit er nicht die Gattung, sondern eine vitale, zupackende Spielweise meinte) mit auf den Weg und formte die vier gänzlich unterschiedlichen Charaktere zu einer Einheit. Das Quartett gewann nationale und internationale Wettbewerbe.

Die enorme Qualität, Flexibilität und Stilsicherheit ermöglicht es clair-obscur, ohne Scheuklappen jede Art von Musik zu spielen – und das auf höchstem Niveau. Clair-obscur kennen keine Tabus, spielen was ihnen gefällt und beweisen immer wieder auf’s Neue, das jede Art von Musik das Publikum erreicht, wenn sie gut gespielt und präsentiert wird. Und gut klingen: die idealen Arrangements, die sich clair-obscur auf den Leib schreiben, lassen mitunter vergessen, dass ‚nur‘ ein Quartett auf der Bühne sitzt. Der ganz eigene Sound, das traumwandlerische Zusammenspiel nach bald 20 Jahren ununterbrochener Ensemblearbeit und ihre von Spielfreude, Lockerheit und Humor geprägten Auftritte machen jedes Konzert von clair-obscur zu einem Erlebnis.

Clair-obscur gestalteten Rundfunkaufnahmen und CD-Aufnahmen u.a. für den RBB, BR und SFR, traten als Solistenensemble u.a. mit dem Symphonieorchester des MDR, den Augsburger und Bielefelder Philharmonikern, dem Oldenburgisches Staatsorchester und der Nordwestdeutschen Philharmonie auf und waren an zahlreichen Ur- und Erstaufführungen von Werken namhafter Komponisten beteiligt, die teilweise dezidiert für clair-obscur geschrieben wurden, darunter „Berlin Punk“ von Enjott Schneider.

Die außergewöhnliche Persönlichkeit von clair-obscur zeigt sich auch in der von den vier Musikerinnen und Musikern selbst gestalteten Konzertreihe im Ballhaus Berlin, wo ungewöhnliche Formate auf prominente Gäste treffen, darunter der Oboist Dominik Wollenweber und die Schauspieler Boris Aljinovic (bekannt als Berliner Tatort-Kommissar) und Rolf Becker. Für diese und andere Veranstaltungen nahmen clair-obscur eigens Schauspielunterricht, um darstellerische Elemente in ausgesuchte Programme übernehmen zu können.

 

Foto: Yana Lozeva
Klassik

Montag

5. Sep | 20:00 Uhr

Tickets
Eintrittspreis: 10 € - 20 €
Dauer: ca. 120 Min | 1 Pause

Sopran: Ina Kancheva
Musik: clair-obscur saxophonquartett
Klavier: N. N.

Gefördert durch: