MÄDCHENORCHESTER

spreeagenten

MÄDCHENORCHESTER

spreeagenten

Zeitgenössisches Musiktheater mit klassischer und elektronischer Musik nach Erinnerungen der Mitglieder des Frauenorchesters Auschwitz. Ein grenzüberschreitender Dialog zwischen Text und Musik, klassischem Repertoire und elektronischer Neukomposition über die Frage: „Was bedeutet mir meine Kunst?“

Man kann Musik nicht beschmutzen. Musik ist unberührbar, das ist das Wunderbare, das ist die Kraft der Musik. (Anita Lasker- Wallfisch, Cellistin)

Das Räderwerk der Vernichtungsmaschinerie Auschwitz dreht sich – begleitet von Orchestermusik. Musizieren auf Befehl, musikalische Zwangsarbeit. Frauen im Alter von 16 bis 40 Jahren sehen unvorstellbares Grauen und müssen dazu aufspielen. Die Musik erfüllt Funktionen: Sie ist Ausdruck der Macht der Nationalsozialisten, sie koordiniert und rhythmisiert Arbeit, sie beruhigt und quält, sie dient der Unterhaltung und Entspannung der SS-Offiziere. Die Frauen müssen funktionieren, sie spielen um ihr eigenes Leben.

Das zeitgenössische Musiktheater der spreeagenten widmet sich den Erinnerungen von Zeitzeuginnen, die Mitglieder des Frauenorchesters von Auschwitz waren. Es entsteht ein grenzüberschreitender Dialog zwischen Text und Musik, klassischem Repertoire und elektronischer Neukomposition, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Zeitzeuginnen, Ensemble und Publikum zu den Fragen „Wie kann man überleben?“ und „Was bedeutet mir meine Kunst?“

Eine Gruppe junger Darsteller:innen und Orchestermusiker:innen bilden gemeinsam mit Profis aus den Bereichen Schauspiel und Gesang das Ensemble. Sie werden zum Klangkörper der Erinnerungen der Musikerinnen von Auschwitz und ihrer individuellen persönlichen und künstlerischen Verarbeitung über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.

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Schauspiel: Sonja Keßner, Lena Noske | Sopran: Jasmina Toh | Junges Ensemble: Lea Böhm, Marika Kiehne, Vivien Rüdiger, Charlotte Schulze, Emelie Stein, Coco Vasel

Orchester:
Marisa Bayer, Flöte | Sophie Irmer, Oboe | Anne Hänisch, Klarinette | Nele Wolf, Fagott | Cornelius Bernitzky, Horn | Gabriela van Dijk, 1. Geige | Rebecca Meisel, 1. Geige | Florian Schumann, 1. Geige | Luise Homann, 2. Geige | Birte Tröger, 2. Geige | Therese Wegerich, 2. Geige | Emeli Tröger, Bratsche | Tobias Ronneberg, Cello | Hanna Ittner, Cello | Jonas Fink, Bass | Sophie Oberschmidt, Akkordeon | Leon Pester, Pauke/Schlagwerk |
Daniela Lunelli aka Munsha, Live-Elektronik

Konzept, Text, Regie: Susanne Chrudina
Komposition, Musikalische Leitung: Daniela Lunelli aka Munsha
Orchesterleitung: Till Schwabenbauer
Bühne / Kostüm: Stefan Oppenländer
Dramaturgie: Sabine Salzmann
Produktionsleitung: Chris Wohlrab
Regieassistenz: Lena Noske
Musikwissenschaftliche Mitarbeit, Dirigat: Gabriela van Dijk
Pädagogische Begleitung: Jördis Gierig, Matthias Weißschuh
Video: Branka Pavlović
Grafik: Ulrich Kochinke
Lichtdesign: Konrad Dietze
Tontechnik: Utku Tavil
Maske / Kostümassistenz: Nataša Trifunać
Technischer Helfer: Abbas Khambati